Verbrauchsfolgeverfahren bei Krypto: FIFO walletbezogen ist BMF-Standard. LIFO nicht erlaubt. Was das für deine Steuer bedeutet.
Verkaufst du nur einen Teil deines BTC-Bestands, taucht sofort die Frage auf: Welche BTC genau? Verschiedene Tranchen haben unterschiedliche Anschaffungszeitpunkte und -kurse – und die Antwort entscheidet, ob dein Verkauf steuerfrei ist oder nicht. Das Bundesfinanzministerium hat diese Frage klar beantwortet, walletbezogen statt über alle Bestände hinweg – mit einem taktischen Hebel, der sich daraus direkt ableiten lässt.
Beim Verkauf von Kryptowährungen wie BTC gegen EUR musst du dokumentieren, welche Coins genau verkauft wurden, um die Gewinne korrekt zu berechnen. Da Kryptowährungen fungibel sind und es oft schwer nachzuvollziehen ist, welche Coins genau verkauft wurden, hilft ein Verbrauchsfolgeverfahren. Dieses Verfahren bestimmt, welche deiner Coins als verkauft gelten: die zuerst gekauften (FIFO), die zuletzt gekauften (LIFO) oder durch die Durchschnittsmethode.
Mehr zur steuerlichen Behandlung von privatem Krypto-Handel findest du in unserem Guide: Krypto-Steuer in Deutschland
Ganz einfach: Die Reihenfolge, in der du deine Kryptos verbrauchst oder verkaufst, hat sowohl steuerliche als auch handelsrechtliche Auswirkungen. Je nach Methode können unterschiedlich hohe Gewinne oder Verluste entstehen.
Steuerlich gesehen bestimmt diese Reihenfolge maßgeblich, wie Gewinne oder Verluste ermittelt und somit versteuert werden. Handelsrechtlich geht es darum, eine korrekte und nachvollziehbare Buchhaltung zu gewährleisten. Ein korrektes Verbrauchsfolgeverfahren hilft dir also, potenzielle Fallstricke zu vermeiden und in Übereinstimmung mit deutschen Regularien zu handeln.
Nein, die Wahl des Verbrauchsfolgeverfahrens ist nicht völlig frei. Obwohl es bisher keine eindeutige Rechtsprechung zu Kryptowährungen gibt, zeigt sich eine klare Tendenz zur Anwendung der FIFO-Methode (First-In, First-Out). Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich in seinem Schreiben relativ klar für die FIFO-Methode positioniert, insbesondere bei der Berechnung der Haltefrist.
Während theoretisch auch die Durchschnittsmethode argumentierbar wäre, wird die LIFO-Methode (Last-In, First-Out) von den Finanzämtern in der Regel nicht akzeptiert. Solltest du dennoch eine andere Methode wie LIFO bevorzugen, müsstest du im Zweifel gerichtlich gegen den Steuerbescheid vorgehen, was jedoch mit Unsicherheiten verbunden ist.
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</svg></div><div class="label"><span class="text_bold text-color-blue">Gut zu wissen</span></div></div><div class="label">Bei Verbrauchsfolgeverfahren gilt: Jedes Depot, ob Wallet oder Exchange, wird separat behandelt (Depot-Trennung). Bestände von verschiedenen Depots dürfen beim Verkauf nicht vermischt werden. Dieses Prinzip wurde im<a id="" href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2022/05/2022-05-09-einzelfragen-zur-ertragsteuerrechtlichen-behandlung-von-virtuellen-waehrungen-und-von-sonstigen-token.html"> BMF-Schreiben</a> bestätigt und ist für Krypto-Investierende entscheidend.</div></div>
Beim FIFO-Verfahren werden die zuerst gekauften Kryptowährungen als erstes verkauft. Dies kann bei langfristigen Investments von Vorteil sein, da ältere Coins oft zu niedrigeren Preisen erworben wurden, was steuerliche Vorteile bietet. Allerdings kann bei stark steigenden Preisen die Steuerlast höher ausfallen. FIFO ist die am weitesten akzeptierte Methode, da sie sowohl in Bullenmärkten als auch in Bärenmärkten bei guter Buchführung steuerliche Vorteile bietet.
LIFO geht den umgekehrten Weg: Die zuletzt gekauften Coins werden zuerst verkauft. Dies kann bei kurzfristigen Trades und fallenden Preisen steuerliche Vorteile bringen, kann aber bei langfristigen Investments zu höheren Steuerlasten führen, da die teureren, neueren Coins zuerst veräußert werden. LIFO wird seltener von Finanzämtern akzeptiert und sollte daher nur nach Rücksprache mit den Behörden genutzt werden. In Bullenmärkten kann LIFO die Steuern senken, in Bärenmärkten jedoch zu höheren Steuerlasten führen.

Gewinnberechnung:
Fazit: Die günstigste Methode hängt vom Einzelfall ab.
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</svg></div><div class="label"><span class="text_bold text-color-blue">Gut zu wissen</span></div></div><div class="label">Blockpit verwendet das FIFO-Verfahren, da dies erfahrungsgemäß von den Finanzämtern anerkannt wird. Künftig wird jedoch auch die Option bestehen, LIFO zu wählen.</div></div>
Hierbei wird der Durchschnittspreis aller gehaltenen Coins berechnet und für den Verkauf herangezogen. Dies kann Schwankungen in der Steuerbelastung minimieren. Im Vergleich zu FIFO und LIFO bietet dieses Verfahren eine stabilere Grundlage für die Berechnung steuerlicher Gewinne und Verluste, kann aber in manchen Fällen weniger vorteilhaft sein.

Zeitpunkt 2: Auf deinem Depot befinden sich insgesamt 3 ETH. Der durchschnittliche Anschaffungspreis pro ETH beträgt 1.400€. Dies ergibt sich aus der Formel: (1.200€ + 3.000€) geteilt durch 3 ETH.
Zeitpunkt 3: Du verkaufst ein ETH für 1.500€. Dabei realisierst du einen Gewinn von 100€, da der Verkaufspreis höher ist als der durchschnittliche Anschaffungspreis von 1.400€.
Zeitpunkt 4: Nun kaufst du 2 weitere ETH zu einem Preis von je 1.700€. Dies erhöht deinen durchschnittlichen Anschaffungspreis auf 1.550€. Dieser ergibt sich aus: (1.400€ [alter Durchschnitt] × 2 ETH + 1.700€ × 2 ETH) geteilt durch insgesamt 4 ETH.
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</svg></div><div class="label"><span class="text_bold text-color-blue">Tipp</span></div></div><div class="label"><a id="" href="/de-de/krypto-steuerrechner">Blockpit</a> rechnet immer nach FIFO und fügt deine Gewinne an der richtigen Stelle in <a id="" href="https://link.blockpit.io/sample-report">rechtskonforme Steuerberichte</a> ein. Somit kannst du ruhig schlafen, sparst dir Zeit und Aufwand und erhältst ein fertiges PDF, das du direkt beim Finanzamt einreichen kannst.</div></div>
Beim Verkauf von Kryptowährungen wie BTC gegen EUR musst du dokumentieren, welche Coins genau verkauft wurden, um die Gewinne korrekt zu berechnen. Da Kryptowährungen fungibel sind und es oft schwer nachzuvollziehen ist, welche Coins genau verkauft wurden, hilft ein Verbrauchsfolgeverfahren. Dieses Verfahren bestimmt, welche deiner Coins als verkauft gelten: die zuerst gekauften (FIFO), die zuletzt gekauften (LIFO) oder durch die Durchschnittsmethode.
Ganz einfach: Die Reihenfolge, in der du deine Kryptos verbrauchst oder verkaufst, hat sowohl steuerliche als auch handelsrechtliche Auswirkungen. Je nach Methode können unterschiedlich hohe Gewinne oder Verluste entstehen. Steuerlich gesehen bestimmt diese Reihenfolge maßgeblich, wie Gewinne oder Verluste ermittelt und somit versteuert werden. Handelsrechtlich geht es darum, eine korrekte und nachvollziehbare Buchhaltung zu gewährleisten. Ein korrektes Verbrauchsfolgeverfahren hilft dir also, potenzielle Fallstricke zu vermeiden und in Übereinstimmung mit deutschen Regularien zu handeln.
Nein, die Wahl des Verbrauchsfolgeverfahrens ist nicht völlig frei. Obwohl es bisher keine eindeutige Rechtsprechung zu Kryptowährungen gibt, zeigt sich eine klare Tendenz zur Anwendung der FIFO-Methode (First-In, First-Out). Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich in seinem Schreiben relativ klar für die FIFO-Methode positioniert, insbesondere bei der Berechnung der Haltefrist. Während theoretisch auch die Durchschnittsmethode argumentierbar wäre, wird die LIFO-Methode (Last-In, First-Out) von den Finanzämtern in der Regel nicht akzeptiert.…
Bei Verbrauchsfolgeverfahren gilt: Jedes Depot, ob Wallet oder Exchange, wird separat behandelt (Depot-Trennung). Bestände von verschiedenen Depots dürfen beim Verkauf nicht vermischt werden. Dieses Prinzip wurde im BMF-Schreiben bestätigt und ist für Krypto-Investierende entscheidend. FIFO (First In, First Out) Beim FIFO-Verfahren werden die zuerst gekauften Kryptowährungen als erstes verkauft. Dies kann bei langfristigen Investments von Vorteil sein, da ältere Coins oft zu niedrigeren Preisen erworben wurden, was steuerliche Vorteile bietet. Allerdings kann bei stark steigenden Preisen die Steuerlast höher ausfallen.…
Beim FIFO-Verfahren werden die zuerst gekauften Kryptowährungen als erstes verkauft. Dies kann bei langfristigen Investments von Vorteil sein, da ältere Coins oft zu niedrigeren Preisen erworben wurden, was steuerliche Vorteile bietet. Allerdings kann bei stark steigenden Preisen die Steuerlast höher ausfallen. FIFO ist die am weitesten akzeptierte Methode, da sie sowohl in Bullenmärkten als auch in Bärenmärkten bei guter Buchführung steuerliche Vorteile bietet.
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