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Blockpit & Krypto-Steuer FAQ: Deutschland

Blockpit verwendet strenge redaktionelle Prinzipien, um genaue, klare und umsetzbare Informationen bereitzustellen. Erfahre mehr über unsere redaktionellen Richtlinien.

Das Wichtigste

  • Der Artikel beantwortet die häufigsten Community-Fragen zu Krypto-Steuern und Blockpit in Deutschland – von grundlegender Steuerpflicht bis zu Sonderfällen wie Staking, Mining, Schenkung und Lending.
  • Er erklärt zentrale Blockpit-Funktionen und deren Nutzung: wie die Software dir hilft, einen korrekten Steuerbericht zu erstellen, typische Datenprobleme zu beheben und Fallstricke wie doppelt gezählte Transaktionen oder unterbrochene Haltefristen zu vermeiden.
  • Zusätzlich geht es um den direkten Umgang mit dem Finanzamt – vom Mittelherkunftsnachweis bis zu den Konsequenzen, wenn ein Fehler bei einer Prüfung entdeckt wird – sowie darum, wann sich der Expert Service lohnt statt den Steuerbericht selbst zu erstellen.
Inhaltsverzeichnis

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In unserer Community auf Telegram, Discord, im Forum und in unseren Webinaren werden uns regelmäßig Fragen gestellt. Wir haben die häufigsten gesammelt und kompakt für euch beantwortet.

Wenn ihr weitere Fragen habt, hilft euch unsere Community – inklusive erfahrener User:innen und Moderatoren – jederzeit gerne weiter.

1. Allgemeine Fragen zur Krypto-Steuer in Deutschland

Muss ich dem Finanzamt meine komplette Transaktionsliste zeigen, und was ist mit dem Mittelherkunftsnachweis?

Nein, initial reicht die Angabe deiner steuerpflichtigen Gewinne und Verluste – so wie sie im Blockpit Steuerbericht enthalten sind. Aber: Manche Finanzämter verlangen nachträglich Einsicht in die vollständige Transaktionshistorie, etwa bei größeren Einzahlungen oder Immobilienkäufen aus Krypto-Gewinnen. In dem Fall geht es oft um einen sogenannten Mittelherkunftsnachweis – eine lückenlose Kette vom ursprünglichen Fiat-Einsatz (Kontoauszug der Einzahlung auf die Börse) bis zum aktuellen Bestand. Bei geschenktem oder geerbtem Geld kommt zusätzlich ein Nachweis über die Schenkung/Erbschaft dazu.

Es gibt keine gesetzlich exakt definierte Form – ein vollständiger Blockpit-Steuerbericht ist eine gute Grundlage, ersetzt aber keine Kontoauszüge zur ursprünglichen Einzahlung. Unser Tipp: Steuerbericht aufbewahren und Transaktionsdaten bereithalten – so bist du auf alle Nachfragen vorbereitet.

Muss ich eine Krypto-Steuererklärung abgeben, wenn ich nichts verkauft habe – oder nur unter 1.000 € Gewinn gemacht habe?

Nein. Du musst in Deutschland nur dann Krypto-Gewinne in der Steuererklärung angeben, wenn sie steuerpflichtig sind – also:

  • du Coins innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft hast und der Gewinn über der Freigrenze von 1.000 € liegt
  • oder du Einkünfte aus Staking, Lending, Airdrops etc. hattest

Nicht angeben musst du:

  • steuerfreie Verkäufe von Altvermögen (Coins, die du länger als 1 Jahr gehalten hast)
  • Gewinne unterhalb der 1.000 €-Freigrenze

Aber Achtung: Wenn du große Beträge steuerfrei realisierst (z. B. Hauskauf aus alten BTC-Gewinnen), kann das Finanzamt trotzdem Nachweise verlangen.

Tipp: Auch Verluste solltest du erklären – selbst wenn sie nicht steuerpflichtig sind. Denn nur dann kannst du sie ins nächste Steuerjahr vortragen und später mit Gewinnen verrechnen.

Kann ich Verluste auch auf das Vorjahr zurücktragen, und welches Datum zählt dabei?

Ja, ein Verlustrücktrag ist grundsätzlich möglich: Verluste aus 2025 können unter bestimmten Voraussetzungen mit Gewinnen aus 2024 verrechnet werden, wodurch du bereits gezahlte Steuer aus dem Vorjahr anteilig zurückbekommst. Das läuft über die Steuererklärung des aktuellen Jahres, nicht automatisch.

Relevant ist dabei immer das gesamte Steuerjahr, nicht ein einzelner Stichtag: Alle innerhalb eines Kalenderjahres realisierten Verluste werden zusammengefasst und können, soweit sie nicht mit Gewinnen desselben Jahres verrechnet werden, vor- oder zurückgetragen werden. Sprich im Zweifel mit deinem Steuerberater ab, ob sich das in deinem Fall lohnt, da es formale Voraussetzungen gibt.

Wie schnell wird man als gewerblicher Trader eingestuft?

Es gibt keine feste Grenze, ab wann du als gewerblicher Trader giltst. Das hängt vom Einzelfall und der Einschätzung deines Finanzamts ab.

Beispiele:

  • Wer intensiv, regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht handelt (z. B. täglich stundenlang tradet wie ein Profi), kann schon mit wenigen Trades als gewerblich eingestuft werden.
  • Wer dagegen automatisiert handelt oder nur gelegentlich tradet, bleibt oft im privaten Bereich – auch bei vielen Transaktionen.

Wichtig: Nie für andere mittraden! Wenn du fremdes Geld verwaltest (z. B. von Freunden, Familie) und damit handelst, riskierst du eine gewerbliche Einstufung oder sogar die Einstufung als Finanzdienstleister – mit Lizenzpflicht! Auch bei gemeinsam genutzten Accounts wird es steuerlich schnell kompliziert.

Tipp: Wenn du viel und regelmäßig tradest, sprich frühzeitig mit einem Steuerberater, um auf der sicheren Seite zu sein.

Könnte der Staat die einjährige Haltefrist abschaffen – und das rückwirkend anwenden?

Nein, eine rückwirkende Änderung der Haltefrist wäre in der Regel verfassungswidrig. In Deutschland gilt der Grundsatz des Vertrauensschutzes: Wenn du eine Kryptowährung gekauft hast und zum Zeitpunkt des Kaufs die Haltefrist von einem Jahr galt, darf der Staat diese Regel nicht rückwirkend zu deinem Nachteil ändern.

Das bedeutet konkret: Wenn du z. B. im Januar 2024 Bitcoin gekauft hast und ihn im Februar 2025 verkaufst, greift die alte einjährige Haltefrist – auch wenn sich das Gesetz danach ändern sollte. Nur bei extremen Ausnahmen könnte der Gesetzgeber versuchen, rückwirkend einzugreifen – das wurde bisher im Kryptobereich aber nicht gemacht und wäre rechtlich sehr umstritten.

Aktuelle Einordnung: Der Haushaltsentwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sieht genau eine solche Abschaffung der Haltefrist vor. Ein Bestandsschutz für bereits gehaltene Coins ist im aktuellen Entwurf noch nicht ausformuliert – nach dem oben beschriebenen Vertrauensschutz-Grundsatz wäre er aber zu erwarten. Wir beobachten die Entwicklung laufend, mehr dazu hier.

Wie schlimm ist es, wenn ich etwas in der Steuererklärung vergesse, nachreichen muss, oder ein Fehler bei einer Prüfung entdeckt wird?

Keine Panik – Fehler oder vergessene Angaben lassen sich in der Regel unkompliziert korrigieren. Am besten meldest du dich proaktiv beim Finanzamt oder fragst einen Steuerberater, wie du vorgehen sollst. In den meisten Fällen reicht eine Berichtigung oder Offenlegung, und du musst einfach den fehlenden Steuerbetrag nachzahlen – ohne Strafe. Je früher du dich meldest, desto besser.

Anders sieht es aus, wenn ein Fehler nicht von dir selbst, sondern bei einer laufenden oder angekündigten Steuerprüfung entdeckt wird: Sobald das Finanzamt eine Prüfung angekündigt oder begonnen hat, ist eine strafbefreiende Selbstanzeige oft nicht mehr möglich ("Sperrwirkung"). Bei leichtfertigen, unabsichtlichen Fehlern drohen dann in der Regel "nur" Nachzahlung plus Zinsen (aktuell 0,15% pro Monat), keine Strafe – vorausgesetzt, es lässt sich glaubhaft machen, dass kein Vorsatz vorlag. Kooperiere in dem Fall vollständig und lege alle angeforderten Unterlagen (z. B. deinen Blockpit-Steuerbericht) offen, und zieh so früh wie möglich einen Steuerberater hinzu.

Wenn die Börsen ab 2026 melden müssen – wird die eigene Steuererklärung dann hinfällig, weil das Finanzamt ja ohnehin die Daten hat?

Nein – die eigene Steuererklärung bleibt weiterhin verpflichtend, auch wenn Börsen im Rahmen von DAC8 (EU) oder CARF (international) ab 2026 steuerrelevante Daten sammeln und ab 2027 an die Finanzbehörden übermitteln.

Wichtig zu wissen: Die Meldung ersetzt keine Steuererklärung, und die Börsendaten sind oft unvollständig – die Behörden sehen nur einzelne Plattformen, aber nicht deine Gesamtstrategie (z. B. Transfers zwischen Wallets, Verluste, steuerfreie Coins). Wenn du nichts angibst oder falsche Angaben machst, kann das Finanzamt deine Angaben mit den Börsenmeldungen abgleichen – und Schätzungen, Rückfragen oder Strafverfahren einleiten. Wer korrekt dokumentiert, hat nichts zu befürchten.

2. Spezifische Steuerfälle (Staking, Mining, Schenkung, Lending, Verluste)

Muss ich Staking-Erträge in der Steuer angeben, auch wenn ich nichts verkauft habe?

Ja – denn Staking ist bei Zufluss steuerpflichtig, nicht erst beim Verkauf. Sobald du Staking-Rewards claimst, musst du sie als sonstige Einkünfte versteuern – unabhängig davon, ob du sie anschließend verkaufst oder nicht.

Wichtig: Liegt der Jahresertrag unter der Freigrenze von 256 €, musst du nichts angeben. Liegt er darüber, musst du die Rewards in der Steuererklärung anführen – auch ohne Veräußerung. Neuerung laut BMF: Auch wenn du Staking-Rewards nicht manuell claimst, gilt spätestens zum 31.12. eines Jahres ein automatischer Zufluss.

Blockpit summiert deine Staking-Erträge automatisch über das gesamte Steuerjahr und prüft dabei auch die 256€-Freigrenze – wichtig ist nur, dass die zugrunde liegenden Transaktionen korrekt importiert und als Staking-Reward gekennzeichnet sind.

Ab wann sind gekaufte und gestakte Tokens steuerfrei?

Die ursprünglich gekauften Coins (z. B. 1 ETH am 01.03.2024) sind steuerfrei, wenn sie mindestens ein Jahr gehalten und danach verkauft werden.

Wichtig bei Staking: Die Staking-Rewards, die du währenddessen erhältst, gelten jeweils als neuer Zufluss – für jede einzelne Reward-Tranche beginnt die eigene einjährige Haltefrist ab dem Zeitpunkt des Zuflusses.

Beispiel: 1 ETH am 01.03.2024 gekauft und gestakt, am 02.03.2025 verkauft → die ursprüngliche ETH ist steuerfrei, die Staking-Rewards sind teilweise noch steuerpflichtig, wenn sie weniger als 1 Jahr alt sind.

Tipp: Blockpit zeigt dir Haltefristen und steuerfreie Verkäufe automatisch an.

Ich möchte BTC an meine Kinder verschenken (bereits über ein Jahr gehalten) – wie wird das bewertet, und geht die Steuerfreiheit über?

Für Schenkungszwecke wird der Marktwert deiner BTC am Tag der Schenkung angesetzt – relevant z. B. für die Freibeträge (400.000 € pro Kind, alle 10 Jahre).

Die Steuerfreiheit durch die Haltefrist geht in der Regel auf die Kinder über: Wenn du die BTC bereits über ein Jahr gehalten hast, übernimmt das Kind bei der Schenkung deinen ursprünglichen Anschaffungszeitpunkt und kann die Coins sofort steuerfrei weiterverkaufen – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um eine entgeltliche Weitergabe oder einen Sonderfall. Die Schenkung selbst kann also schenkungssteuerpflichtig sein, wenn du über den Freibetrag kommst, der Verkauf durch das Kind kann aber trotzdem steuerfrei bleiben.

Wie wird Mining steuerlich behandelt?

Das hängt vom Umfang ab: Kleines Mining (z. B. über Mining-Pools oder gelegentlich) gilt als sonstige Einkünfte und ist bei Zufluss steuerpflichtig – zum Marktwert im Moment des Erhalts. Größeres Mining (z. B. mehrere eigene Geräte, hoher Stromverbrauch) kann als gewerblich eingestuft werden – dann gelten andere Regeln: keine Haltefrist, andere Besteuerung (z. B. Einkommen- oder Körperschaftsteuer).

Wichtig: Blockpit ist nicht für gewerbliche Nutzer gedacht, sondern für die private Einkommenssteuer.

Wie kann ich einen wertlosen Coin steuerlich geltend machen, und gibt es dabei eine Wartefrist vor dem Rückkauf?

Wenn ein Coin keinen Wert mehr hat, du ihn aber noch hältst, kannst du den Verlust steuerlich nicht geltend machen, solange du ihn nicht veräußerst. Du musst den Coin aktiv verkaufen oder wegschicken (z. B. an eine andere Wallet) – erst durch diesen tatsächlichen Abfluss wird der Verlust steuerlich real. Beispiel: Schick den Coin an einen Freund und lass ihn dir symbolisch 1 € dafür geben.

Anders als bei Aktien in manchen Ländern gibt es in Deutschland aktuell keine gesetzliche Wartefrist (Wash Sale Rule) für Kryptowährungen – du kannst einen Coin verkaufen, den Verlust realisieren, und ihn theoretisch direkt danach zurückkaufen. Bei extrem kurzfristigen Rückkäufen ohne wirtschaftliche Substanz kann das Finanzamt im Einzelfall aber genauer hinschauen.

Was gilt, wenn meine Wallet kompromittiert wurde oder ich Opfer eines Scams geworden bin – wie buche ich das?

Das hängt davon ab, ob du die Coins noch "besaßt", als sie verloren gingen. Bei einer gehackten/kompromittierten Wallet, wenn dir die Coins ohne dein Zutun entwendet wurden, handelt es sich in der Regel nicht um einen steuerlich relevanten Verkauf, sondern um einen Vermögensverlust außerhalb des Steuerrechts – ein steuerlicher Verlust lässt sich daraus meist nicht direkt geltend machen. Bei einem Scam, bei dem du selbst überwiesen hast (z. B. an einen Fake-Contract), hast du dagegen aktiv über die Coins verfügt – das kann im Einzelfall als Veräußerung zum Preis von 0 € gewertet werden, wodurch ein steuerlich nutzbarer Verlust entstehen kann.

Da diese Fälle stark vom Einzelfall abhängen, empfehlen wir bei größeren Summen, das mit einem Steuerberater zu besprechen. In Blockpit kannst du solche Transaktionen entsprechend als Verlust/Abgang kennzeichnen und dokumentieren.

3. Blockpit Funktionen & Steuerreport

Was passiert, wenn Hinweise in Blockpit offen bleiben, und woher kommen unerwartete Abweichungen im Bericht?

Die meisten Abweichungen im Steuerbericht haben eine gemeinsame Ursache: unvollständige oder nicht korrekt verknüpfte Transaktionsdaten. Das zeigt sich in der Praxis auf drei Arten:

  • Offene Hinweise: Auch wenn nicht alle Hinweise gelöst sind, erstellt Blockpit trotzdem einen vollständigen Steuerbericht. Eine Fallback-Logik ergänzt fehlende Informationen: Bei unklaren Zuflüssen wird angenommen, dass die Coins zum aktuellen Tageswert angeschafft wurden; bei nicht zugeordneten Abflüssen wird keine steuerliche Realisation unterstellt. Sortiere Hinweise nach Betrag und bearbeite vor allem hochwertige Transaktionen – bei größeren Summen solltest du das unbedingt aufbereiten oder einen Steuerberater hinzuziehen, da die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten bei dir liegt.
  • Steuerpflichtige Gewinne trotz Haltedauer über 1 Jahr: Prüfe, ob Hinweise wie „Fehlende Historie" angezeigt werden, welche Tranche tatsächlich verkauft wurde, und ob deine steuerfrei gehaltenen Coins möglicherweise auf einer anderen Wallet/Börse liegen als der Verkauf. Auch nicht korrekt gemergte Transfers können die Haltefrist unterbrechen. Findest du keine Ursache, kontaktiere den Support mit der Transaktions-ID.
  • Mehr Krypto angezeigt als tatsächlich vorhanden: Bei API-Sync ist die "Synchronisierte Balance" meist korrekt; bei CSV-Import errechnet Blockpit die Balance aus den Transaktionen – fehlt hier ein Abfluss (z. B. Verkauf, Transfer) oder gibt es doppelte Einträge, stimmt die Balance nicht. Prüfe in der Portfolioansicht die jeweilige Integration auf fehlende oder doppelte Abflüsse und korrigiere die CSV bzw. lösche Duplikate.

Gibt es Support oder Hilfe bei der Bearbeitung, Fehleranalyse, oder bei Konflikten mit dem Finanzamt?

Ja, du hast mehrere Möglichkeiten: Der In-App Bot Lia hilft 24/7 direkt per Chat, trainiert mit Helpcenter-Inhalten und Steuerguides. Wenn der Bot nicht weiterhilft, übernimmt unser Support-Team – bei fehlenden, doppelten oder fehlerhaften Transaktionen reicht ein Ticket mit Screenshots oder CSV-Auszügen. Für persönliche Unterstützung gibt es zudem den Expert Service; der Preis hängt von Portfolio-Komplexität und Transaktionsanzahl ab.

Bei einem tatsächlichen Konflikt mit dem Finanzamt solltet ihr allerdings unbedingt einen Steuerberater hinzuziehen – wir dürfen keine individuelle Steuerberatung leisten. Bei Unklarheiten zur Funktionsweise der Blockpit-Software kann unser Support aber gerne ein technisches Statement bereitstellen.

Muss ich Cold Wallets wie Ledger in Blockpit synchronisieren, und wie markiere ich Transfers dorthin richtig?

Ja, das solltest du – sonst fehlt Blockpit die Information, dass Coins weiterhin dir gehören, nur eben auf einem anderen Speicherort. Verbinde deine Ledger-Adresse(n) als eigene Integration (Public Key reicht, kein privater Schlüssel nötig). Transfers von einer Börse zur Ledger-Wallet sollten dann automatisch als "Transfer" erkannt werden, wenn beide Seiten in Blockpit verbunden sind. Prüfe nach dem Import, ob der Transfer korrekt gemerged wurde – nur dann bleiben Haltefrist und Anschaffungskosten lückenlos erhalten. Fehlt die Integration, kann Blockpit den Abfluss fälschlich als Verkauf werten.

Wie gehe ich mit Dusting-Angriffen um, und lassen sie sich automatisch abarbeiten?

Diese winzigen Geldeingänge ohne erkennbaren Absender haben in der Regel keinen realen Wert. Markiere sie als „Airdrop" (0 € Anschaffungskosten), wenn dir Coins ohne Gegenleistung zugeschickt wurden, oder als „Spam", wenn es sich um offensichtlich wertlose Token handelt (dann werden sie komplett aus der steuerlichen Berechnung ausgeschlossen).

Für die Massenbearbeitung (bis zu 200 Transaktionen gleichzeitig): Filtere in der Transaktionsübersicht nach Asset oder Transaktionsart, sortiere nach niedrigstem Wert, markiere die betreffenden Zeilen und ändere den Transaktionstyp gesammelt auf „Airdrop" oder „Spam".

Gibt es eine Zusammenarbeit mit der WISO-Steuersoftware, und worauf muss ich beim Import achten?

Ja: Du kannst in Blockpit den WISO-Steuer-Export (CSV) herunterladen und direkt in WISO Steuer importieren. Typische Stolpersteine dabei: Wird die CSV vor dem Import manuell geöffnet und z. B. in Excel gespeichert, können sich Formatierungen (Datum, Dezimaltrennzeichen) ändern, die WISO nicht korrekt einliest. Achte außerdem darauf, den aktuellen Export zu verwenden (nicht eine ältere Version, falls sich der Steuerbericht seither geändert hat) und das richtige Steuerjahr zu wählen. Am besten exportierst du die Datei direkt vor dem Import erneut und lädst sie unverändert hoch.

Wie wird der Merge von BEST und PAN zu Vision in Blockpit abgebildet – und was bedeutet das steuerlich?

Der Zusammenschluss von BEST und Pantos zu Vision auf Bitpanda wird automatisch als Token-Migration erkannt: keine Veräußerung, sondern eine steuerneutrale Migration. Die ursprüngliche Anschaffungszeit, Haltefrist und Anschaffungskosten deiner BEST-/PAN-Token werden auf die neuen Vision-Token übertragen. Waren deine BEST oder PAN bereits steuerfrei (über 1 Jahr gehalten), sind auch die daraus entstandenen Vision-Token steuerfrei, sobald du sie verkaufst.

Wie bilde ich Lending-Protokolle wie Aave mit Collateral und Debt korrekt ab?

Blockpit unterstützt Aave und ähnliche Protokolle, sofern du eine passende Integration (z. B. Ethereum-Adresse) verwendest. Hinterlegtes Collateral wird als steuerneutraler Abfluss markiert, eine Kreditaufnahme als steuerneutraler Zufluss. Erhaltene Lending-Token gelten steuerlich als Tausch, wenn sie handelbar sind (z. B. aETH), oder bleiben steuerneutral, wenn sie nur einen reinen Rückforderungsanspruch darstellen. Zinsen/Rewards werden bei Zufluss steuerpflichtig verbucht, ähnlich wie Staking-Rewards. Nutze für Aave möglichst eine direkte Wallet-Integration statt CSV, da dort oft technische Details zu Smart-Contract-Aktionen fehlen.

Kann ich eine bestehende API-Integration löschen oder ersetzen, wenn der Schlüssel abgelaufen ist?

Ja. In den meisten Fällen reicht es, den neuen API-Key in der bestehenden Integration zu hinterlegen (drei Punkte → Bearbeiten) – deine gesamte Historie bleibt dabei erhalten. Nur wenn deine API monatelang inaktiv war und dadurch Transaktionen fehlen, ist es besser, die alte Integration zu löschen und neu zu verbinden, um den vollständigen Datenimport erneut durchzuführen. Achte darauf, pro Börse nur eine aktive Integration zu haben, um doppelte Transaktionen zu vermeiden.

Wieso erscheinen meine Staking-Rewards nirgends im Steuerbericht?

Wenn deine Staking-Rewards korrekt eingepflegt wurden und im relevanten Steuerjahr liegen, erscheinen sie definitiv: als sonstige Einkünfte (relevant für die 256€-Freigrenze), in der Einzeltransaktionsübersicht, und am Ende des Berichts kumuliert zusammen mit anderen Rewards wie Airdrops. Prüfe, ob die Transaktionen korrekt klassifiziert wurden und ins richtige Steuerjahr fallen.

4. Allgemeine Fragen zu Blockpit

Gibt es Unterstützung, falls ich bei meiner Krypto-Steuer Hilfe brauche?

Ja. Du hast dabei die Wahl zwischen zwei Wegen: Entweder du erstellst deinen Steuerbericht selbst mit Blockpit – mit In-App Bot Lia und Support-Team als Hilfe bei Fragen – oder du nutzt den Expert Service, bei dem zertifizierte Blockpit-Experten deine Transaktionshistorie prüfen und den Bericht für dich vorbereiten. Das lohnt sich besonders bei komplexen Portfolios, mehreren Jahren rückwirkend oder wenn du dir bei der steuerlichen Einordnung einzelner Transaktionen unsicher bist. Der Preis für den Expert Service hängt von Portfolio-Komplexität und Transaktionsanzahl ab; dein persönliches Angebot kannst du direkt in Blockpit erstellen.

Wann wird Integration XY in Blockpit verfügbar sein? Wann kommt der CSV-Upload für Börse XY?

Ob und wann eine Integration kommt, hängt stark von der Nachfrage ab. Besuche unser Feature-Upvote-Board – dort kannst du für Integrationen voten oder neue Vorschläge einreichen. Je mehr Votes, desto höher die Umsetzungschance.

Bis dahin: Nutze unser manuelles Excel-Import-Template.

Was tun, wenn ich meine Krypto-Transaktionen nicht mehr nachvollziehen kann?

Trage fehlende Transaktionen so gut wie möglich manuell ein, basierend auf dem, was du noch weißt – die Angaben sollten mit deinem aktuellen Portfolio plausibel übereinstimmen. Wenn eine Börse nicht mehr existiert (z. B. FTX, Mt. Gox), kannst du die Daten nur schätzen; das Finanzamt kann in solchen Fällen meist selbst keine Daten abrufen, solange deine Schätzung nachvollziehbar ist. Bei größeren Summen: Steuerberater hinzuziehen und gemeinsam ein Begleitschreiben aufsetzen, das deine Herleitung erklärt.

Wie sicher sind meine Daten bei Blockpit? Wer kann was einsehen?

Deine personenbezogenen Daten wie Name und E-Mail sind sicher – wir haben kein Interesse, unnötige Daten zu speichern. Wichtig: Keine Datenweitergabe ans Finanzamt (wir sind kein meldepflichtiger Finanzdienstleister, das Finanzamt holt sich Daten direkt bei Börsen). Hosting erfolgt in privater Cloud in Zentraleuropa, DSGVO-konform, ohne Amazon/Microsoft/Google. Unsere Sicherheit ist ISO-27001-zertifiziert, und wir wurden bereits von Finanzämtern geprüft und auditiert.

Kann ich mit einem Blockpit-Account mehrere Personen (z. B. mich und meinen Ehepartner) verwalten?

Nein, pro Person wird ein eigener Account benötigt. Kryptobörsen-Konten sind immer personenbezogen (wegen KYC), daher sollten Transaktionen nicht vermischt werden – auch bei gemeinsamer Veranlagung ist es für die Nachvollziehbarkeit wichtig, die Daten getrennt aufzubereiten.

Was muss ich tun, um Blockpit für meine Firma zu nutzen?

Blockpit bietet einen CSV-Export des Steuerreports inklusive aller Transaktionen und Euro-Bewertungen. Diese Daten können problemlos z. B. in DATEV oder anderen Buchhaltungssystemen weiterverarbeitet werden.

Kann ich die Kosten für Blockpit steuerlich absetzen?

In der Regel ja, sofern deine Kryptogewinne steuerpflichtig sind: Kosten für ein Steuertool wie Blockpit können als Werbungskosten bzw. im Zusammenhang mit den erzielten Einkünften geltend gemacht werden. Die genaue Einordnung hängt von deiner individuellen Situation ab; bei Unsicherheiten empfiehlt sich eine kurze Rückfrage beim Steuerberater.

Quellen & Referenzen
Update Log
  • 10.07.2026: Neue Fragen hinzugefügt. Alte Fragen aktualisiert
  • 04/2026 v2: SEO/GEO-Überarbeitung nach Blockpit-Regelwerk v0.7 – Lead/Meta neu, Quellenapparat ergänzt, /de-de/-Locale-Korrektur interner Links.
  • 01/2026: 2026 Update
Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag bereitgestellten Informationen dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen wurden nach bestem Wissen erstellt und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Genauigkeit. Für detaillierte Informationen zu den Krypto-Regulierungen empfehlen wir, sich an einen zertifizierten Rechtsberater im jeweiligen Land zu wenden.

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